Die Brüder Koch, Raphael (Jahrgang 1990) und Philippe (1991), beides Junioren aus der FCS-Nachwuchsabteilung, beide heute beim Schweizermeister FC Zürich, stehen in Claude Ryf's Aufgebot für die Eliterunde der U-19 EM-Qualifikation in Belgien. Ebenfalls aufgeboten ist der ex-FCS Nachwuchsspieler Roman Grossenbacher (1990), heute beim BSC Young Boys U21.

Die Schweizer Nationalmannschaft U-19 beim Zusammenzug im Stadion FC Solothurn am 26.11.2008. (Das Länderspiel gegen Kanada musste wegen unspielbarem Terrain in Bern durchgeführt werden)
Ausschnitt aus dem Mannschaftsfoto in Solothurn mit den FCS-Nachwuchsspielern, v.l.: Raphael Koch, Philippe Koch, Roman Grossenbacher

Philippe Koch ist Schweizermeister mit dem FC Zürich!

Erfolgreiche Nachwuchsabteilung des FC Solothurn

Philippe Koch im Dress des FC Zürich
Philippe Koch, Nati U-19
Die FCS-Spieler in der U19 Nati, v.l: Grossenbacher, Philippe Koch, FCS-Nachwuchschef Ronald Vetter, Raphael Koch
Raphael Koch, Nati U-19

Raphael Koch, vom FC Solothurn zum FC Zürich, Interview und Bilder

Raphael Koch, FC Solothurn, 1. Liga 2008/09
Die (ex-) FCS-Spieler in der Nationalmannschaft U-19 vor dem Spiel gegen Kanada, das am 26.11.2008 wegen des gerforenen Terrains vom Stadion FCS ins Stade de Suisse nach Bern verlegt werden musste. V.l.: Roman Grossenbacher (YB U21), Philipp Koch (FC Zürich, Super League), Rony Vetter, Nachwuchschef FC Solothurn, Raphael Koch
Raphael Koch im Spiel gegen den SC Kriens (2:3) am 25.4.2009

 

«Ziel ist ein Stammplatz in der Super League»

Nach dem 18-jährigen Philippe Koch wechselt nun auch sein um ein Jahr älterer Bruder Raphael vom FC Solothurn zum FC Zürich. Beide Biberister Brüder gehören der Schweizer U19-Nationalmannschaft an. Was Philippe schon geschafft hat, will nun auch Raphael erreichen: Einen Stammplatz beim Super League-Club FC Zürich.

Raphael Koch, du verlässt den FC Solothurn Ende dieser Saison in Richtung FC Zürich, wo du einen Dreijahresvertrag unterschrieben hast. Als Profi?
Raphael Koch: Ich stecke gerade mitten in den Abschlussprüfungen zum eidgenössisch diplomierten Polymechaniker. Ich will danach voll auf die Karte Fussballprofi setzen und ´mal schauen, was dabei herauskommt. Eventuell mache ich nach einem Profijahr beim FC Zürich noch eine schulische Weiterbildung.

Wann hattest du den ersten Kontakt zum FC Zürich?
Das war nach dem ersten Aufgebot für die Schweizer U19-Nationalmannschaft, als wir am 26. November letzten Jahres in Bern Kanada mit 1:0 bezwungen hatten. Nach dem ersten Kontakt zum FCZ, bei dessen U21-Team ich fortan zweimal in der Woche trainieren konnte, siegten wir mit der U19-Nati in Belfast gegen Nordirland Ende April diesen Jahres ebenfalls mit 1:0.

Wie manches Super League-Spiel des FC Zürich hast du diese Saison live vor Ort verfolgt?
Es waren fünf Spiele, die ich vor allem live miterleben konnte, weil mein Bruder Philippe mittlerweilen beim FCZ immer mehr zum Stammspieler wird.

Motiviert dich die Tatsache, dass dein Bruder beim FC Zürich den Sprung in die Super League geschafft hat, zusätzlich?
Ja, das ist so. Vor allem, weil ich sehe, dass der FC Zürich den jungen Spielern auch real die Möglichkeit gibt, in der Super League zu Einsätzen zu kommen. Mein Ziel ist möglichst bald einen Stammplatz in der Super League zu ergattern.

Wie oft hast du mit deinem Bruder schon im gleichen Team zusammengespielt?
Bei den Junioren des FC Biberist war dies der Fall, dann im U16-Team in Solothurn und nun zuletzt in der Schweizer U19-Nationalmannschaft.

Ist mit dem Engagement beim FC Zürich für dich ein Traum in Erfüllung gegangen?
Der FC Zürich war eigentlich schon immer mein Ziel. Was es international später für mögliche Klubs gebe, ist noch nicht wichtig für mich. Ich will zuerst in der Super League Fuss fassen können und erst danach würde ein Engagement im Ausland zur Diskussion stehen. Für mich ist es schon eine grosse Ehre, für die Schweizer U19-Nationalmannschaft spielen zu können. Noch schöner wäre jedoch, später einmal dem Kader der Schweizer A-Nationalmannschaft anzugehören. Toll wäre natürlich, erneut zusammen mit meinem Bruder Philippe.

Verläuft deine Karriere also nach Fahrplan?
Nicht ganz, denn wegen Knie- und Meniskusproblemen musste ich zwei Operationen erdulden, die mich zwei Jahre zurückwarfen.

Wieso hast du dich zum Wechsel vom FC Solothurn zum FC Zürich entschieden?
Beim FC Solothurn habe ich nun schon im Fanionteam gespielt, hatte also keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr. Beim FC Zürich komme ich nun zuerst im U21-Team zum Einsatz und will mich dort mit guten Leistungen möglichst schnell für die Super League empfehlen. In Zürich habe ich also noch Aufstiegsmöglichkeiten und werde deshalb auch entsprechend mehr gefordert als beispielsweise beim FC Solothurn.

Welche Position wirst du beim FC Zürich einnehmen?
Die Verantwortlichen des FC Zürich sehen mich als Innenverteidiger. Ob ich in der Verteidigung oder im Mittelfeld zum Einsatz komme, spielt mir keine Rolle

Wo spielst du am liebsten?
Eigentlich im Mittelfeld in der Mitte, wie ich dies zu meiner Juniorenzeit beim FC Biberist tat. Beim FC Solothurn bin ich zur Zeit Aussenverteidiger oder spiele im äusseren Mittelfeld. Ich kam aber auch schon als Stürmer zum Einsatz.

Zügelst du von Biberist nach Zürich?
Ja, ich werde in Zürich in einer WG wohnen. Mein Bruder wohnt schon dort.

Wie würdest du deine Zeit beim FC Solothurn bezeichnen?

Es war eine sehr schöne Zeit, in der ich sehr viel profitieren konnte. Dies sowohl in technischer als auch in allgemeiner Hinsicht. Beim FC Solothurn konnte ich stets mit den besten Spielern des Kantons zusammenspielen. So wurde ich beim FCS auch mehr gefordert als dies beispielsweise beim FC Biberist der Fall gewesen wäre.

Auf welchem Rang in der 1.-Liga-Gruppe 2 steht der FC Solothurn Ende Saison?
In den restlichen drei Spielen gegen Münsingen, Emmenbrücke und Grenchen wollen wir noch neun Punkte holen. Gelingt uns dies, liegt Rang 5 oder 6 noch drin. Beim letzten Spiel am 23. Mai,  zu Hause gegen den FC Grenchen, werde ich gleichzeitig mein 50. Erstligaspiel bestreiten. Ab 1. Juli bin ich für den FC Zürich spielberechtigt.

Interview: Raphael Galliker

FCS Sponsoren